Projekte

TuWaS! Magnete und Motoren

TuWaS! – das sind große lilafarbene Kisten, in denen von der FU Berlin erprobtes Material für den Nawi-Unterricht an Grundschulen bereitgestellt wird. Nach einer Lehrerfortbildung zu den einzelnen Kisten, kann man die jeweilige Kiste bestellen und im Unterricht benutzen. Meine Erfahrungen beziehen sich auf die Kiste „Magnete und Motoren“.

Die SchülerInnen erkunden mit dem Material dieser Kiste die Eigenschaften von Magneten. Sie bauen unter anderem einen Kompass und lernen die Zusammenhänge zwischen Elektrizität und Magnetismus kennen. Das Material in den Kisten ist soweit vorbereitet, dass die Kinder sofort mit den Versuchen beginnen können. Das motiviert die SchülerInnen sehr, da sie nicht erst mit ewig langen theoretischen Vorträgen aufgehalten werden. Das Material beruht auf einem ganzheitlichen Konzept des forschenden Lernens, das wirklich gut funktioniert. Die Kinder lernen während des Experimentierens alles was sie über Magnete wissen müssen und werden zugleich mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut gemacht.

Die Kinder haben viel Freude beim entdeckenden Lernen und verstehen dadurch auch die Zusammenhänge besser, da sie alles selbst konstruieren und ausprobieren. Das Material spricht den kleinen Forscher an, der in jedem Kind dieser Altersgruppe steckt. Die SchülerInnen begutachten zum Beginn jeder Nawi Stunde erwartungsfroh die Materialien, die für die neuen Versuche bereitgelegt wurden und sind in jeder Stunde konzentriert bei der Sache. Manche Versuche gelingen nicht gleich beim ersten Mal, doch genau das weckt in vielen SchülerInnen auch die Neugierde und die Motivation es noch einmal zu versuchen.
Die SchülerInnen merken dabei fast gar nicht, dass sie gerade Unterricht haben: sie Forschen und Probieren und werten Ergebnisse aus, wie die Großen. Dadurch, dass die Versuche meist in Partner- oder Gruppenarbeit durchgeführt werden, tauschen sich die SchülerInnen die meiste Zeit über ihren Versuch aus und suchen nach Lösungen, wenn einmal etwas nicht gleich funktioniert.

Nach meiner Erfahrung ist die Materialkiste ein voller Erfolg. Alle SchülerInnen haben am Ende der Stunde etwas gelernt, jeder auf seiner eigenen Niveaustufe. Am Ende eines jeden Versuches steht ein brauchbares oder messbares Ergebnis, das die SchülerInnen ausprobieren oder auswerten können.

Ute Schönitz