Ernährungskonzept

Das Berliner Bildungsprogramm für die offene Ganztagsgrundschule konkretisiert den allgemeinen Bildungsauftrag des Schulgesetzes. Es beschreibt Schule als mehr als nur einen Lernort. Schule ist ein Lern- und Lebensort für alle Beteiligten.

Das Motto der Moabiter Grundschule:

Zusammen leben
Zusammen lernen

stellt genau das in den Mittelpunkt.

Wir haben ein inhaltliches und organisatorisches Grundkonzept, das die ganztägige Förderung von Kindern als Verknüpfung von formellen, halb-formellen und informellen Bildungssituationen versteht.

Zu den Aufgaben der Pädagoginnen und Pädagogen gehört es unter anderem, gute Bedingungen für gelingende Bildungsprozesse zu schaffen.

Die Kinder in einer Schule, die auch Lebensort sein will, brauchen ausreichend Raum: Für Bewegung, für Rückzug, Räume zur freien Entfaltung und gesundheitsfördernde Räume, die eine gesundheitsfördernde Atmosphäre beim Mittagessen ermöglichen.

Das Berliner Bildungsprogramm beschreibt das Thema Ernährung klar und eindeutig: Ernährung ist ein wesentlicher Baustein einer gelingenden Schule.

Die Qualität des Essens und die Atmosphäre bei den gemeinsamen Mahlzeiten sind wesentliche Elemente einer nachhaltigen Gesundheitsförderung. Im Sinne der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Gesundheit als umfassendes körperliches und seelisches Wohlsein verstanden. Dies betrifft auch die gesamte Tagesstruktur in der offenen Ganztagsschule.

Experimente mit Kindern zum Thema Ernährung zeigen, dass sie in Selbstregulation zu einer ausgewogenen Ernährung greifen, wenn sie ein entsprechendes Angebot zur Verfügung haben. Der Zusammenhang von Ernährung und körperlicher Entwicklung ist sowohl Gegenstand von Unterricht wie von Alltagslernen in der Ganztagsschule. Gemeinsame Mahlzeiten aller Beteiligten sind wesentliche Bildungsgelegenheiten und zentrale Bildungssituationen und bieten Sprachförderung, fördern die Sozialkompetenz, dienen der Entspannung und sind gesundheitsfördernd.

Der Rahmenlehrplan und unserer Curriculum beinhalten viele Themen rund um das Thema Ernährung. Projektorientierte Bildungsangebote im Ganztag vertiefen das Thema bei den Kindern nachhaltig. Aus diesen und weiteren Gründen wollen wir als Schule, Lern- und Lebensort eine Lehrküche einrichten. Damit können wir den Kindern das komplexe Thema Ernährung durch selbstwirksames und selbsttätiges Erleben mit allen Sinnen nach dem Motto: „Hilf mir es selbst zu tun“ nahebringen. Durch eine Lehrküche ist es möglich, den Kindern praxisorientierte Angebote anzubieten. Die Verknüpfung in offenen Ganztagsschulen zwischen Lern- und Lebensort (Vormittag und Nachmittag) ermöglicht es, den Kindern im Sach- und naturwissenschaftlichen Unterricht sowie Arbeitsgemeinschaften Bereiche wie beispielsweise Kochen, Backen, Analyse von Lebensmitteln und vieles mehr anzubieten.

In unserer Schule werden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf „Geistige Entwicklung“ in Temporären Lerngruppen unterrichtet. Die sonderpädagogische Förderung bearbeitet intensiv Alltagstätigkeiten, wie das Schneiden eines Apfels, Salat zubereiten etc. Wir improvisieren im Moment noch – es gehört aber zu den Kernzielen der Schule, diese sonderpädagogische Förderung breiter aufzustellen und im Rahmen eines Integrationskonzepts ganzen Schulklassen anzubieten.

Unsere Räume, in denen die Mahlzeiten eingenommen werden, sind behaglich und so eingerichtet, dass eine entspannte Kommunikation bei Tisch gepflegt werden kann. Leider sind unsere Räume inzwischen viel zu klein für unsere Schule. Ziel ist eine neue Lösung für die über 400 Kinder, aber auch für die Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer. Denn in einer Grundschule sollten alle ein warmes Mittagessen haben. Die Raumgestaltung eines Kinderrestaurants sollte die Möglichkeit bieten, wie Raumeinheiten (Nischen) für die verschiedenen Altersgruppen (beispielsweise 2 Etagen oder Zwischenwände). Dies unterstützt die Zusammengehörigkeit und fördert die Übernahme von Verantwortung.

Ab dem Schuljahr 2019/ 2020 haben alle Kinder die Möglichkeit am Schulmittagessen teilzunehmen. Wir brauchen deshalb dringend einen Mensaneubau und oder Umbau.

Dabei setzen wir uns dafür ein, dass unsere neue Mensa Mittelpunkt, Herz und Ruheoase der Schule werden soll. Ziel ist eine Mensa, in der richtig gekocht wird und in der auch die Kinder in einer Lehrküche kochen können.

Nachdem die Zahl der Kinder, die essen gehen, stetig steigt, favorisiert die Schulleitung weiterhin den Neubau einer Mensa. Nach Prüfung der Gegebenheiten liegen bereits Entwürfe zum Mensa-Neubau, bzw. –Umbau vor. Ein Neubau wäre die eindeutig bessere Wahl, da ein Umbau erheblich und massiv den Schulalltag beeinträchtigen würde und die Größe weiterhin begrenzt wäre.