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Umgang mit "Schuldistanz" an der Moabiter Grundschule
Dem Kollegium der Moabiter Grundschule ist es am wichtigsten, das Problem der "Schuldistanz" gar nicht erst aufkommen zu lassen. So wollen wir uns stets bemühen, Schule so interessant und aufregend zu gestalten, dass alle Kinder gerne in die Schule kommen.
Falls es aber in Einzelfällen doch zur "Schuldistanz" kommt, hat das Kollegium einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt, wie dann mit diesem Problem umgegangen werden sollte. Der Katalog kann jederzeit ergänzt werden.
Wichtig ist, dass es sich hier nicht um Maßnahmen handelt, die in einer bestimmten Abfolge zueinander stehen, sondern die situationsbezogen für ein bestimmtes Kind mit den für die Lerngruppe Verantwortlichen abgesprochen werden.
Da an unserer Schule eine Kollegin arbeitet, die auch ausgebildete Diplompsychologin ist und derzeit eine Sozialarbeiterin an der Schule tätig ist, bieten sich für das Kollegium weitere Hilfen.

Wie können wir "schuldistanzierten Kindern" helfen:
  • Austausch der in einer Klasse unterrichtenden Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher
  • Gespräche mit den Kindern führen und dabei auch Interesse für deren außerschulischen Lebensbereich zeigen
  • Gespräche zwischen der Sozialarbeiterin und dem Kind vereinbaren
  • Immer auf ein gutes Klassenklima achten (keine körperliche oder verbale Gewalt, keine Ausgrenzung).
  • Größtes Gewicht auf soziales Lernen legen (siehe Schulprogramm)
  • Kinder ermutigen, ihre Meinung zu äußern
  • Eltern einbeziehen (Telefonate, Gespräche in der Schule, Hausbesuche)
  • Eltern schon in der ersten Elternversammlung erklären, wie Kinder entschuldigt werden müssen.
  • Bei sehr häufigem Fehlen Einführen einer "Attestpflicht"
  • Eltern von häufig fehlenden Kindern müssen gleich bei Schulbeginn in der Schule anrufen, wenn die Kinder krank sind.
  • Vereinbarungen mit Eltern häufig fehlender Schüler, dass die Kinder sich morgens im Sekretariat melden müssen, dann Anruf bei den Eltern
  • Eltern aus der Klasse des "schuldistanzierten" Kindes mit in die Hilfsangebote einbeziehen, indem sie Kontakt zu den Eltern des gefährdeten Kindes aufnehmen
  • Eltern, deren Kinder betroffen sind, ins "Elterncafé" einladen (eine türkische und eine arabische Mutter arbeiten mit, auch der Leiter unserer Jugendverkehrsschule, Herr Döring, kommt bei Bedarf ins Café )
  • Wenn die Eltern nicht auf den regelmäßigen Schulbesuch des Kindes achten, mit den Kindern selber schon morgens telefonieren.
  • Kinder aus der Klasse holen häufig fehlende Kinder morgens vor der Schule ab.
  • Eltern, die ihr Kind in die Schule bringen, holen mit ihrem Kind zusammen das andere Kind von Zuhause ab.
  • Mitschüler schreiben Briefe an die häufig fehlenden Kinder, um sie zum Schulbesuch zu motivieren.
  • Die Eltern ermutigen, zum Wohle des Kindes den sozialpädagogischen Dienst einzuschalten.
  • Eltern und/oder Kindern die Unterstützung der an unserer Schule tätigen Sozialarbeiterin anbieten.
  • Wichtigkeit des Schulbesuches Kindern und Eltern deutlich machen.
  • Bei Migrantenfamilien großen Wert auf den Abbau von Sprachbarrieren legen.
  • Absprache unter den Kollegen, ob auch die Geschwister fehlen.
  • Wenn die Kinder an bestimmten Wochentagen fehlen, an diesen Tagen immer Dinge planen, die die Kinder besonders mögen.
  • Feststellen, ob die Vermeidung des Schulbesuches an zu hohen Anforderungen der Schule oder vor allen Dingen auch des Elternhauses liegt.
  • Belohnungen (nicht materieller Art), Lob, wenn sich das Kind bemüht, regelmäßiger in die Schule zu kommen.